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Bhagavad Gita / Kapitel 18 / Vers 56
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Bhagavad Gita 18.56

Sanskrit
Hindi
Sanskrit

सर्वकर्माण्यपि सदा कुर्वाणो मद्व्यपाश्रयः | मत्प्रसादादवाप्नोति शाश्वतं पदमव्ययम्

Transliteration

sarvakarmāṇyapi sadā kurvāṇo madvyapāśrayaḥ . matprasādādavāpnoti śāśvataṃ padamavyayam

Deutsch

Wer stets alle Handlungen ausführt und Mich zur Zuflucht hat, erlangt durch Meine Gnade den ewigen, unvergänglichen Zustand.

English

Ever engaging even in all actions, one to whom I am the refuge, attains the eternal, immutable State through My grace.

Erklärung — Deutsch

Wer Mich mit den Blumen seiner guten Taten verehrt, erreicht durch Meine Gnade den unvergänglichen brahmischen Sitz von unbeschreiblicher Pracht. Er erlangt die Einheit mit Mir und genießt die höchste Glückseligkeit. Wenn er zufällig einige verbotene Handlungen begeht, so finden doch, wie in der Ganga (Indiens heiligstem Fluss) die Wasser der Abflüsse und Straßen zusammen, auch Mein Devotee, mit Mir vereint, von diesen verbotenen Handlungen unberührt. Die Verehrung des Herrn durch seine Pflichten reinigt das Herz des Aspiranten und bereitet ihn auf die Hingabe an das Wissen vor, die ihn schließlich zur Selbsterkenntnis führt. Der Yoga der Hingabe wird hier gepriesen. Alle Handlungen: Gute Handlungen und sogar die verbotenen Handlungen. Wer bei Mir, Vāsudeva, dem Herrn, Zuflucht sucht, mit seinem ganzen Selbst auf Mich ausgerichtet, erlangt die ewige Wohnstätte Viṣṇus durch die Gnade des Herrn.

Erklärung — English

Worshipping Me with the flowers of his good actions he reaches the imperishable Brahmic seat of ineffable splendour through My grace. He attains union with Me and enjoys the supreme bliss. If by chance he commits some prohibited actions? still? as in the Ganga (Indias most holy river) the waters of the drains and roads find union? so My devotee? becoming united with Me? is unaffected by these prohibited actions.Worship of the Lord through ones duties purifies the heart of the aspirant and prepares him for the devotion to knowledge which eventually leads him to the attainment of Selfrealisation. The Yoga of Devotion is eulogised here.All actions Good actions and even the prohibited actions. He who takes shelter in Me? Vaasudeva? the Lord? with his whole self centred in Me attains the eternal abode of Vishnu? by the grace of the Lord.

Sanskrit
Deutsch
English
सर्वकर्माणि
alle Handlungen
all actions
अपि
auch
also
सदा
immer
always
कुर्वाणः
ausführend
doing
मद्व्यपाश्रयः
Mich zur Zuflucht nehmend
taking refuge in Me
मत्प्रसादात्
durch Meine Gnade
by My grace
अवाप्नोति
erlangt
obtains
शाश्वतम्
den ewigen
the eternal
पदम्
Zustand oder Wohnort
state or abode
अव्ययम्
unzerstörbaren.
indestructible.
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Mehr aus Kapitel 18

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18.1Arjuna sprach: Oh Mächtiger (Mahābāho), oh Herr der Sinne (Hṛṣīkeśa), oh Bezwinger des Kesi (Keśiniṣūdana), ich möchte die Wahrheit über Saṃnyāsa und Tyāga getrennt voneinander erfahren.18.2Der Erhabene Herr sprach: Die Weisen verstehen unter Saṃnyāsa das Aufgeben von Handlungen, die mit dem Wunsch nach Belohnung ausgeführt werden. Die Klugen bezeichnen die Aufgabe der Früchte aller Handlungen als Tyāga.18.3Einige Gelehrte erklären, dass Handlungen, da sie mit Übel behaftet sind, aufgegeben werden sollten. Und andere sagen, dass die Handlungen von Opfer, Gabe und Askese nicht aufgegeben werden sollten.18.4Oh Bester der Bhāratas (Bharatasattama), höre von Mir den festen Entschluss bezüglich dieses Tyāga. Denn, oh Tiger unter den Menschen (Puruṣavyāghra), Tyāga wird wahrlich als dreifach erklärt.18.5Die Handlungen von Opfer, Gabe und Askese sollen nicht aufgegeben werden; sie müssen vielmehr ausgeführt werden. Opfer, Gabe und Askese sind wahrlich die Reiniger der Weisen.18.6Doch auch diese Handlungen müssen ausgeführt werden, indem man Anhaftung und die Früchte aufgibt. Dies ist Mein fester und bester Entschluss, oh Pārtha.18.7Die Entsagung von vorgeschriebenen (Niyata) Handlungen ist nicht angebracht. Der Verzicht darauf aus Verblendung wird als tamasisch erklärt.18.8Welche Handlung man auch immer nur als schmerzhaft aufgibt, aus Furcht vor körperlichem Leid, derjenige, der sich einer auf Rajas basierenden Entsagung hingegeben hat, wird gewiss nicht die Früchte der Entsagung erlangen.18.9Welche vorgeschriebene Pflicht auch immer nur deshalb ausgeführt wird, weil sie eine gebundene Pflicht ist, oh Arjuna, indem man Anhaftung und auch das Ergebnis aufgibt – diese Entsagung wird als auf Sattva basierend betrachtet.18.10Der Entsagende, der von Sattva durchdrungen ist, der weise und von Zweifeln befreit ist, hasst keine unpassende Handlung, noch haftet er an passender Tätigkeit an.