ज्ञानविज्ञानयोग
30 Verse
श्रीभगवानुवाच |
Der Heilige Herr sprach: O Partha, höre, wie du, mit auf Mich gerichtetem Geist, Yoga praktizierend und Zuflucht bei Mir suchend, Mich zweifellos und in Fülle erkennen wirst.
Der Heilige Herr sprach: O Partha, höre, wie du, mit auf Mich gerichtetem Geist, Yoga praktizierend und Zuflucht bei Mir suchend, Mich zweifellos und in Fülle erkennen wirst.
Ich werde dir dieses Wissen, das mit direkter Erkenntnis (Vijñānam) verbunden ist, vollständig darlegen, nach dessen Erkenntnis hier nichts Weiteres mehr zu wissen übrigbleibt.
Unter Tausenden von Menschen strebt kaum einer nach Vollkommenheit (Siddhi). Und selbst unter den Strebenden, die zur Vollkommenheit gelangt sind, kennt Mich vielleicht nur einer wahrhaftig.
Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther (Raum), Manas (Geist), Buddhi (Intellekt) und auch Ahamkara (Ego) – so ist diese Meine Prakriti (Natur) achtfach geteilt.
O du Starkarmiger, dies ist die niedere (Prakriti). Wisse aber, dass Meine andere Prakriti, die höhere, die Form der individuellen Seelen (Jivas) angenommen hat und durch die dieses Universum erhalten wird.
Erkenne so, dass alle Wesen (fühlende und nicht-fühlende) diese beiden (Prakritis) als ihren Ursprung haben. Ich bin der Ursprung und auch die Auflösung des gesamten Universums.
Es gibt nichts Höheres als Mich, o Dhananjaya. Alles dies ist in Mir aufgereiht, wie Perlen auf einer Schnur.
O Kaunteya, Ich bin der Geschmack im Wasser, Ich bin der Glanz von Mond und Sonne; das Om in allen Veden, der Klang im Äther (Raum) und die Manneskraft in den Menschen.
Ich bin auch der reine Duft in der Erde; der Glanz im Feuer, das Leben in allen Wesen und die Askese der Asketen.
O Partha, wisse, dass Ich der ewige Same aller Wesen bin. Ich bin die Buddhi (Intelligenz) der Intelligenten, Ich bin der Tejas (Glanz, Mut) der Glanzvollen/Mutigen.
Und der Starken bin Ich die Kraft, die frei ist von Leidenschaft und Anhaftung. Unter den Geschöpfen bin Ich das Verlangen, das dem Dharma nicht widerspricht, o Bharatarshabha.
Wisse, dass all die Zustände, die aus Sattva, Rajas und Tamas entstehen, allein aus Mir hervorgehen. Doch Ich bin nicht in ihnen; sie sind in Mir!
Diese ganze Welt, verwirrt durch diese drei aus den Gunas bestehenden Zustände, erkennt Mich nicht, der Ich jenseits dieser und unvergänglich bin.
Denn diese Meine göttliche Maya, die aus den Gunas besteht, ist schwer zu überwinden. Doch wer allein zu Mir Zuflucht nimmt, überwindet diese Maya.
Die törichten Übeltäter, die Niedrigsten unter den Menschen, deren Wissen durch Maya geraubt wurde und die dämonische Natur annehmen, nehmen keine Zuflucht zu Mir.
O Arjuna, Bester der Bharatas, vier Arten tugendhafter Menschen verehren Mich: der Leidende, der Wissenssuchende, der nach Reichtum Strebende und der Wissende.
Von diesen zeichnet sich der Wissende aus, der stets mit Mir verbunden ist und ungeteilte Hingabe besitzt. Denn Ich bin dem Wissenden überaus lieb, und auch er ist Mir lieb.
All diese sind wahrlich edel, doch der Wissende ist Mein eigenes Selbst – das ist Meine Ansicht. Denn er, dessen Geist gefestigt ist, ist auf Mich allein gerichtet, das höchste Ziel.
Am Ende vieler Geburten erreicht der Wissende Mich, indem er erkennt: „Vasudeva ist alles.“ Solch eine große Seele ist äußerst selten.
Menschen, deren Wissen durch dies und jenes Verlangen geraubt wurde, nehmen Zuflucht zu anderen Gottheiten, indem sie die entsprechenden Riten befolgen, geleitet von ihrer eigenen Natur.
Welche Gestalt (einer Gottheit) auch immer ein Verehrer mit Glauben verehren möchte, dessen festen Glauben stärke Ich.
Er, von diesem Glauben erfüllt, widmet sich der Verehrung jener Form, und er empfängt daraus eben jene gewünschten Ergebnisse, die allein von Mir bestimmt sind.
Das Ergebnis derer, die von geringem Intellekt sind, ist wahrlich begrenzt. Die Verehrer der Götter gehen zu den Göttern. Meine Verehrer aber kommen allein zu Mir.
Die Unverständigen, die Meine höchste, unveränderliche und unübertreffliche Natur nicht kennen, halten Mich für das Unmanifeste, das manifest geworden ist.
Von Yoga-Maya verhüllt, offenbare Ich Mich nicht allen. Diese verblendete Welt kennt Mich nicht, den Ungeborenen und Unvergänglichen.
O Arjuna, Ich kenne die vergangenen und die gegenwärtigen sowie die zukünftigen Wesen; doch niemand kennt Mich!
O Spross der Bharata-Dynastie, O Bezwinger der Feinde, aufgrund der Täuschung durch die Dualität, die aus Zuneigung und Abneigung entsteht, werden alle Geschöpfe zur Zeit ihrer Geburt verwirrt.
Andererseits, jene Menschen tugendhafter Taten, deren Sünde ein Ende gefunden hat, sie, befreit von der Täuschung der Dualität und fest in ihren Überzeugungen, verehren Mich.
Jene, die sich an Mich klammern und sich bemühen, von Alter und Tod befreit zu werden, sie kennen das Brahman, alles über das individuelle Selbst (Adhyatma) und alle Handlungen (Karma) vollständig.
Jene, die Mich als im physischen und göttlichen Bereich existierend und auch im Kontext des Opfers kennen, diese Menschen mit konzentriertem Geist kennen Mich selbst zur Zeit des Todes.