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Bhagavad Gita / Kapitel 18 / Vers 38
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Bhagavad Gita 18.38

Sanskrit
Hindi
Sanskrit

विषयेन्द्रियसंयोगाद्यत्तदग्रेऽमृतोपमम् | परिणामे विषमिव तत्सुखं राजसं स्मृतम्

Transliteration

viṣayendriyasaṃyogādyattadagre.amṛtopamam . pariṇāme viṣamiva tatsukhaṃ rājasaṃ smṛtam

Deutsch

Jene Freude wird als aus Rajas geboren bezeichnet, die, aus dem Kontakt der Sinnesorgane mit ihren Objekten entstehend, anfangs wie Nektar ist, aber am Ende wie Gift.

English

That joy is referred to as born of rajas which, arising from the contact of the organs and (their) objects, is like nectar in the beginning, but like poison at the end.

Erklärung — Deutsch

Sinnliche Freude ist mit Schmerz, Furcht und Sünde vermischt. Ein kleines Körnchen sinnlicher Freude ist mit einem Berg von Leid verbunden. Wer sich sinnlichen Vergnügen hingibt, wird auch Schmerz erfahren müssen, Hand in Hand damit. Er fürchtet den Verlust der Objekte, die ihm Freude bereiten. Er ist an sie gebunden. Anhaftung ist der Tod. Sie bringt ihn immer wieder in diese Welt des Todes. Furcht und Anhaftung existieren neben sinnlicher Freude. Er muss sich sehr anstrengen, um Geld zu bekommen. Durch Geld kann er die Objekte erlangen. Während seiner Anstrengung begeht er viele sündhafte Handlungen und wird in der Hölle leiden müssen. Die nächste Geburt wird von sehr niederer Natur sein. Er lügt und betrügt Menschen, um Geld zu erhalten. Auch die Sinne verlieren durch das Nachgeben sinnlichen Vergnügen ihre Kraft. Er verliert seine Stärke, Vitalität, seinen Reichtum und seine Energie. Sein Intellekt wird stumpf, schwach, unrein, trüb und pervertiert. Er verliert sein Geld und sein richtiges Verständnis. (Vgl. V.22)

Erklärung — English

Sensual pleasure is mixed with pain? fear and sin. A small grain of sensual pleasure is mixed with a mountain of pain. He who indulges in sensual pleasures will have to experience pain also? side by side. He is afraid of losing the objects that give him pleasure. He is attached to them. Attachment is death. It brings him again and again to this world of death. Fear and attachment coexist with sensual pleasure. He has to exert a lot to get money. He can obtain the objects through money. During exertion he commits many sinful acts and he will have to suffer in hell. The next birth will be of a very low nature. He tells lies and cheats people to obtain money. The senses also lose their vigour through indulgence in sensual pleasure. He loses his strength? vigour? wealth and energy. His intellect becomes dull? weak? impure? turbid and perverted. He loses his money and proper understanding. (Cf.V.22)

Sanskrit
Deutsch
English
विषयेन्द्रियसंयोगात्
aus dem Kontakt der Sinnesorgane mit den Objekten
from the contact of the senseorgans with the objects
यत्
welches
which
तत्
das
that
अग्रे
zuerst
at first
अमृतोपमम्
wie Nektar
like nectar
परिणामे
am Ende
in the end
विषम्
Gift
poison
इव
wie
like
तत्
diese
that
सुखम्
Freude
pleasure
राजसम्
rajasisch
Rajasic
स्मृतम्
wird erklärt.
is declared.
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Mehr aus Kapitel 18

Alle Verse anzeigen →
18.1Arjuna sprach: Oh Mächtiger (Mahābāho), oh Herr der Sinne (Hṛṣīkeśa), oh Bezwinger des Kesi (Keśiniṣūdana), ich möchte die Wahrheit über Saṃnyāsa und Tyāga getrennt voneinander erfahren.18.2Der Erhabene Herr sprach: Die Weisen verstehen unter Saṃnyāsa das Aufgeben von Handlungen, die mit dem Wunsch nach Belohnung ausgeführt werden. Die Klugen bezeichnen die Aufgabe der Früchte aller Handlungen als Tyāga.18.3Einige Gelehrte erklären, dass Handlungen, da sie mit Übel behaftet sind, aufgegeben werden sollten. Und andere sagen, dass die Handlungen von Opfer, Gabe und Askese nicht aufgegeben werden sollten.18.4Oh Bester der Bhāratas (Bharatasattama), höre von Mir den festen Entschluss bezüglich dieses Tyāga. Denn, oh Tiger unter den Menschen (Puruṣavyāghra), Tyāga wird wahrlich als dreifach erklärt.18.5Die Handlungen von Opfer, Gabe und Askese sollen nicht aufgegeben werden; sie müssen vielmehr ausgeführt werden. Opfer, Gabe und Askese sind wahrlich die Reiniger der Weisen.18.6Doch auch diese Handlungen müssen ausgeführt werden, indem man Anhaftung und die Früchte aufgibt. Dies ist Mein fester und bester Entschluss, oh Pārtha.18.7Die Entsagung von vorgeschriebenen (Niyata) Handlungen ist nicht angebracht. Der Verzicht darauf aus Verblendung wird als tamasisch erklärt.18.8Welche Handlung man auch immer nur als schmerzhaft aufgibt, aus Furcht vor körperlichem Leid, derjenige, der sich einer auf Rajas basierenden Entsagung hingegeben hat, wird gewiss nicht die Früchte der Entsagung erlangen.18.9Welche vorgeschriebene Pflicht auch immer nur deshalb ausgeführt wird, weil sie eine gebundene Pflicht ist, oh Arjuna, indem man Anhaftung und auch das Ergebnis aufgibt – diese Entsagung wird als auf Sattva basierend betrachtet.18.10Der Entsagende, der von Sattva durchdrungen ist, der weise und von Zweifeln befreit ist, hasst keine unpassende Handlung, noch haftet er an passender Tätigkeit an.