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Bhagavad Gita / Kapitel 13 / Vers 29
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Bhagavad Gita 13.29

Sanskrit
Hindi
Sanskrit

समं पश्यन्हि सर्वत्र समवस्थितमीश्वरम् | न हिनस्त्यात्मनात्मानं ततो याति परां गतिम्

Transliteration

samaṃ paśyanhi sarvatra samavasthitamīśvaram . na hinastyātmanātmānaṃ tato yāti parāṃ gatim

Deutsch

Da er den Herrn, der überall gleichmäßig gegenwärtig ist, wahrhaft sieht, verletzt er das Selbst nicht durch das (eigene) Selbst; deshalb erreicht er das höchste Ziel.

English

Since by seeing eally God who is present alike everywhere he does not injure the Self by the Self, therefore he attains the supreme Goal.

Erklärung — Deutsch

Ein befreiter Weiser, der die Einheit des Höchsten Selbst in allen Formen erkennt, schädigt das Selbst nicht durch sein eigenes, individuelles Selbst. Im Gegensatz dazu zerstört ein unwissender Mensch sein Selbst, indem er sich mit dem Körper und den Geisteszuständen identifiziert und die eine Seele in allen Wesen nicht erkennt. Durch diese wahre Erkenntnis der Einheit wird die Unwissenheit vollständig vernichtet, und der Weise erlangt Befreiung vom Kreislauf der Geburten und Tode, das höchste Ziel (Param Gati).

Erklärung — English

This is the vision of a liberated sage. The Supreme Self abides in all forms. There is nothing apart from It.An ignorant man destroyes the Self by identifying himself with the body and the modifications of the mind and by not seeing the one Self in all beings. He has a blurred vision. His mind is very gross. He cannot think of the subtle Self. He is swayed by the force of ignorance. He mistakes the impure body for the pure Self. He has false knowledge. But the sage has knowledge of the Self or true knowledge and so he beholds the one Self in all beings. An ignorant man is the slayer of his Self. He destroys this body and takes another body and so on. But he who beholds the one Self in all beings does not destroy the Self by the self. Therefore he attains the Supreme Goal? i.e.? he attains release from the round of birth and death. Knowledge of the Self leads to liberation or salvation. Knowledge of the Absolute annihilates the ignorance in toto. If the ignorance is destroyed and false knowledge is also destroyed? all evils are simultaneously destroyed.Those who have realised that unity of the Self in all these diverse forms are never caught in the meshes of birth and death. They attain the state of Turiya (the fourth state beyond waking? dreaming and deep sleep) where form and sound do not exist.The self is everybodys friend and also his enemy as well. The idea first expressed in chapter VI? verses 5 and 6 is repeated here. (Cf.XVIII.20)

Sanskrit
Deutsch
English
समम्
gleichmäßig
eally
पश्यन्
sehend
seeing
हि
wahrlich
indeed
सर्वत्र
überall
everywhere
समवस्थितम्
gleichmäßig verweilend
eally dwelling
ईश्वरम्
den Herrn
the Lord
न
nicht
not
हिनस्ति
verletzt/zerstört
destroys
आत्मना
durch das (eigene) Selbst
by the self
आत्मानम्
das (höhere) Selbst
the Self
ततः
dann
then
याति
erreicht/geht
goes
पराम
das höchste
the highest
गतिम्
Ziel.
the goal.
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Mehr aus Kapitel 13

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13.1Arjuna sprach: Prakriti und Purusha, ebenso das Feld (Kshetra) und den Kenner des Feldes (Kshetrajña), dies möchte ich wissen, sowie Wissen (Jnana) und das zu Wissende (Jneya), o Keshava.13.2Der Segensreiche Herr sprach: „O Sohn der Kunti, dieser Körper wird als das ‚Feld‘ bezeichnet. Jene, die darin bewandert sind, nennen den, der sich dessen bewusst ist, den ‚Kenner des Feldes‘.“13.3Und, o Spross der Bharata-Dynastie, verstehe Mich als den ‚Kenner des Feldes‘ in allen Feldern. Nach Meiner Ansicht ist jenes Wissen, welches das Wissen vom Feld und vom Kenner des Feldes ist.13.4Höre von Mir in Kürze über all das, was dieses Feld ist und wie es beschaffen ist; was seine Veränderungen sind und aus welcher Ursache welche Wirkung entsteht; und wer Er ist und was Seine Kräfte sind.13.5Es wurde auf vielfältige Weise von den Rishis besungen, getrennt durch die verschiedenen Arten der vedischen Texte und auch durch die rationalen und überzeugenden Sätze selbst, die auf Brahman hinweisen und zu Ihm führen.13.6Die großen Elemente, Egoismus, Intellekt und das Unmanifeste selbst; die zehn Organe und das eine, und die fünf Objekte der Sinne;13.7Wunsch, Abneigung, Glück, Leid, das Aggregat (von Körper und Organen), Empfindungsfähigkeit, Standhaftigkeit – dieses Feld, zusammen mit seinen Modifikationen, wurde kurz beschrieben.13.8Demut, Unprätentiösität, Gewaltlosigkeit, Nachsicht, Aufrichtigkeit, Dienst am Lehrer, Reinheit, Standhaftigkeit, Kontrolle von Körper und Organen;13.9Nicht-Anhaftung an die Objekte der Sinne und auch Abwesenheit von Egoismus; das Erkennen des Übels in Geburt, Tod, Alter, Krankheiten und Leiden;13.10Nicht-Anhaftung und fehlende Zuneigung zu Söhnen, Ehefrauen, Heimen usw. und ständige Gleichmut des Geistes hinsichtlich des Erlangens des Erwünschten und des Unerwünschten;