यथैधांसि समिद्धोऽग्निर्भस्मसात्कुरुतेऽर्जुन | ज्ञानाग्निः सर्वकर्माणि भस्मसात्कुरुते तथा
yathaidhāṃsi samiddho.agnirbhasmasātkurute.arjuna . jñānāgniḥ sarvakarmāṇi bhasmasātkurute tathā
Oh Arjuna, wie ein loderndes Feuer Holzscheite zu Asche verbrennt, so verbrennt das Feuer des Wissens (Jñāna-Agni) alle Handlungen (Karmas) zu Asche.
O Arjuna, as a blazing fire reduces pieces of wood to ashes, similarly the fire of Knowledge reduces all actions to ashes.
So wie geröstete Samen nicht keimen können, so können auch die durch das Feuer des Wissens verbrannten Handlungen keine Früchte tragen, d.h., sie können den Menschen nicht wieder in diese Welt bringen, um die Früchte seiner Handlungen zu genießen. Dies ist das Verbrennen von Handlungen zu Asche. Die Handlungen verlieren ihre Wirksamkeit, wenn sie vom Feuer des Wissens verbrannt werden. Wenn die Selbsterkenntnis erwacht, werden alle Handlungen mit ihren Ergebnissen vom Feuer dieses Wissens verbrannt, so wie Brennstoff vom Feuer verbrannt wird. Wenn es keine Urheberschaftsmentalität gibt (die Vorstellung „Ich tue dies“), wenn kein Verlangen nach den Früchten besteht, ist Handlung überhaupt keine Handlung mehr. Sie hat ihre Wirksamkeit verloren. Das Feuer des Wissens kann alle Handlungen verbrennen, außer dem Prārabdha-Karma, oder dem Ergebnis vergangener Handlungen, das diesen Körper ins Dasein gerufen hat und somit bereits begonnen hat, Früchte zu tragen oder Wirkungen zu erzeugen. Nach einigen Philosophen wird sogar das Prārabdha-Karma durch das Feuer des Wissens zerstört. Śrī Śaṅkara sagt in seiner Aparokṣānubhūti: „In der Passage ‚seine Handlungen werden zerstört, wenn das Höchste erkannt wird‘ spricht der Veda ausdrücklich von Handlungen (Karmas) im Plural, um die Zerstörung selbst des Prārabdha zu bezeichnen.“ Es gibt drei Arten von Karmas oder Reaktionen auf oder Fruktifikationen vergangener Handlungen: (1) Prārabdha, so viel von den vergangenen Handlungen, wie zur gegenwärtigen Geburt geführt hat; (2) Sañcita, der Rest der vergangenen Handlungen, der zu zukünftigen Geburten führen wird – das Lagerhaus der angesammelten Handlungen; und (3) Āgāmī oder Kriyāmāṇa, Handlungen, die im gegenwärtigen Leben ausgeführt werden. Wenn durch die Selbsterkenntnis nur Sañcita und Āgāmī zerstört würden und nicht Prārabdha, hätte die Dualform und nicht der Plural verwendet werden müssen (die Sanskrit-Grammatik kennt Singular, Dual und Plural). (Vgl. IV.10, 19)
Just as the sees that are roasted cannot germinate? so also the actions that are burnt by the fire of knowledge cannot bear fruits? i.e.? cannot bring man to this world again for the enjoyment of the fruits of his actions. This is reducing actions to ashes. The actions lose their potency as they are burnt by the fire of knowledge. When the knowledge of the Self dawns? all actions with their results are burnt by the fire of that knowledge just as fuel is burnt by the fire. When there is no agencymentality (the idea I do this)? when there is no desire for the fruits? action is no action at all. It has lost its potency. The fire of knowledge can burn all actions except the Prarabdha Karma? or the result of the past action which has brought this body into existence and which has thus already begun to bear fruits or produce effects.According to some philosophers even the Prarabdha Karma is destroyed by the fire of knowledge. Sri Sankara says in his AparokshanubhutiIn the passage his actions are destroyed when the Supreme is realised the Veda expressly speaks of actions (Karmas) in the plural? in order to signify the destruction of even the Prarabdha.There are three kinds of Karmas or reaction to or fructification of past actions (1) Prarabdha? so much of the past actions as has given rise to the present birth? (2) Sanchita? the balance of the past actions that will give rise to future births -- the storehouse of accumulated actions? and (3) Agami or Kriyamana? acts being done in the present life. If by the knowledge of the Self only the Sanchita and Agami were destroyed and not Prarabdha? the dual number would have been used and not the plural. (Sanskrit grammar has singular? dual and plural numbers). (Cf.IV.1019)