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Bhagavad Gita / Kapitel 5 / Vers 25
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Bhagavad Gita 5.25

Englisch
Sanskrit
Hindi
Sanskrit

लभन्ते ब्रह्मनिर्वाणमृषयः क्षीणकल्मषाः | छिन्नद्वैधा यतात्मानः सर्वभूतहिते रताः

Transliteration

labhante brahmanirvāṇamṛṣayaḥ kṣīṇakalmaṣāḥ . chinnadvaidhā yatātmānaḥ sarvabhūtahite ratāḥ

Deutsch

Die Rishis (Seher), deren Sünden (Kalmasha) geschwunden sind, deren Zweifel (Dvaidha) zerrissen sind, deren Selbst (Atman) beherrscht ist, die sich am Wohlergehen aller Wesen erfreuen, erlangen die Erlösung in Brahman (Brahma-Nirvana).

English

The seers whose sins have been attenuated, who are freed from doubt, whose organs are under control, who are engaged in doing good to all beings, attain absorption in Brahman.

Erklärung — Deutsch

Sünden werden durch die selbstlose Ausführung von Agnihotra und anderen Yajnas sowie durch uneigennützigen Dienst zerstört. Die Pflichten lösen sich durch beständige Meditation auf das nicht-duale Brahman auf. Ein solcher Weiser verletzt niemals andere in Gedanken, Worten oder Taten und widmet sich dem Wohlergehen aller Wesen, da er fühlt, dass alle Wesen sein eigenes Selbst sind.

Erklärung — English

Sins are destroyed by the performance of Agnihotra (a daily obligatoyr ritual) and other Yajnas (vide notes on verse III. 13) without expectation of their fruits and by other selfless services. The duties vanish by constant meditation on the nondual Brahman. He never hurts others in thought? word and deed? and he is devoted to the welfare of all beings as he feels that all beings are but his own Self. (Cf.XII.4)

Sanskrit
Deutsch
English
लभन्ते (labhante)
erlangen
obtain
ब्रह्मनिर्वाणम् (brahmanirvāṇam)
die Erlösung in Brahman (Brahma-Nirvana), absolute Freiheit
absolute freedom
ऋषयः (ṛṣayaḥ)
die Rishis (Seher)
the Rishis
क्षीणकल्मषाः (kṣīṇakalmaṣāḥ)
deren Sünden (Kalmasha) geschwunden sind
those whose sins are destroyed
छिन्नद्वैधाः (chinnadvaidhāḥ)
deren Zweifel (Dvaidha) zerrissen sind
whose dualities are torn asunder
यतात्मानः (yatātmānaḥ)
deren Selbst (Atman) beherrscht ist, die selbstbeherrscht sind
those who are selfcontrolled
सर्वभूतहिते (sarvabhūtahite)
am Wohlergehen aller Wesen
in the welfare of all beings
रताः (ratāḥ)
sich erfreuend, hingegeben
rejoicing.
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Mehr aus Kapitel 5

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5.1Arjuna sprach: O Krishna, Du lobst die Saṃnyāsa (Entsagung) von Karma (Handlungen) und dann wieder den Yoga. Sage mir gewiss, welches von beiden das Bessere ist.5.2Der Erhabene Herr sprach: Sowohl Saṃnyāsa (Entsagung) von Handlungen als auch Karma-yoga führen zur Niḥśreyasa (höchsten Glückseligkeit). Doch von beiden ist Karma-yoga dem Karma-saṃnyāsa (Entsagung von Handlungen) überlegen.5.3Als ein Nitya-saṃnyāsī (ewig Entsagender) soll derjenige erkannt werden, der weder hasst noch begehrt. Denn, o Mahabaho (Mächtiger), der von den Dvandvas (Dualitäten) Befreite wird leicht von der Bandha (Bindung) erlöst.5.4Die Bālāḥ (Kinder), nicht die Paṇḍitāḥ (Weisen), sprechen von Sāṅkhya (Wissen) und Yoga (Handlung) als getrennt. Wer sich auch nur auf eines richtig einlässt, erlangt die Frucht beider.5.5Der Sthāna (Zustand), der von den Sāṅkhyas erreicht wird, wird auch von den Yogis erreicht. Wer Sāṅkhya und Yoga als eins betrachtet, der sieht wahrhaftig.5.6Doch, o Mahabaho (Mächtiger), ist Saṃnyāsa (Entsagung) schwer ohne Yoga zu erlangen. Der Yoga-yukta (durch Yoga verbundene) Muni (Weise) erlangt Brahman (das Absolute) ohne Verzug.5.7Wer durch Yoga verbunden ist, dessen Geist rein ist, der seinen Körper beherrscht, seine Sinne besiegt hat, dessen Atman der Atman aller Wesen ist – selbst wenn er handelt, wird er nicht befleckt.5.8Der im Selbst verankerte Kenner der Wahrheit sollte denken: 'Ich tue gewiss nichts', selbst wenn er sieht, hört, berührt, riecht, isst, geht, schläft, atmet,5.9sprechend, loslassend, ergreifend, die Augen öffnend und schließend – in der Überzeugung, dass die Sinne sich in ihren Objekten bewegen.5.10Wer Handlungen Brahman darbringt und Anhaftung aufgibt, der wird nicht von Sünde befleckt, so wie ein Lotusblatt nicht vom Wasser.