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Bhagavad Gita / Kapitel 5 / Vers 15
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Bhagavad Gita 5.15

Englisch
Sanskrit
Hindi
Sanskrit

नादत्ते कस्यचित्पापं न चैव सुकृतं विभुः | अज्ञानेनावृतं ज्ञानं तेन मुह्यन्ति जन्तवः

Transliteration

nādatte kasyacitpāpaṃ na caiva sukṛtaṃ vibhuḥ . ajñānenāvṛtaṃ jñānaṃ tena muhyanti jantavaḥ

Deutsch

Der Allgegenwärtige nimmt weder die Sünde noch die Tugend eines Menschen an. Das Wissen ist von Unwissenheit verhüllt; dadurch werden die Geschöpfe getäuscht.

English

The Omnipresent neither accepts anybody's sin nor even virtue. Knowledge remains covered by ignorance. Thery the creatures become deluded.

Erklärung — Deutsch

Das Wissen ist von Unwissenheit umhüllt, wodurch der Mensch getäuscht wird. Er identifiziert sich mit der Natur und ihren Wirkungen – Körper, Geist, Prana und Sinnen – und wird dadurch gebunden. Befreiung (Moksha) erlangt er, wenn er sich mit dem unsterblichen, handlungslosen Selbst in seinem Herzen identifiziert.

Erklärung — English

Knowledge is enveloped by ignorance. Conseently man is deluded. He thinks? I act. I enjoy. I have done such and such a meritourious act. I will get such and such a fruit. I will enjoy in heaven. I will get a birth in a rich family.Of anyone even of His devotees.Man is bound when he is identifies himself with Nature and its effects -- body? mind? Prana or the lifeforce? and senses. He attains freedom or Moksha when he identifies himself with the immortal? actionless Self that dwells within his heart.When I does not act how can God accept good or evil deeds (Cf.V.29)

Sanskrit
Deutsch
English
na
nicht
not
ādatte
nimmt an
takes
kasyacit
von jemandem
of anyone
pāpam
Untugend/Sünde
demerit
na
nicht
not
ca
und
and
eva
sogar
even
sukṛtam
Tugend/Verdienst
merit
vibhuḥ
der Herr
the Lord
ajñānena
durch Unwissenheit
by ignorance
āvṛtam
verhüllt
enveloped
jñānam
Wissen
knowledge
tena
dadurch
by that
muhyanti
werden getäuscht
are deluded
jantavaḥ
Wesen.
beings.
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Mehr aus Kapitel 5

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5.1Arjuna sprach: O Krishna, Du lobst die Saṃnyāsa (Entsagung) von Karma (Handlungen) und dann wieder den Yoga. Sage mir gewiss, welches von beiden das Bessere ist.5.2Der Erhabene Herr sprach: Sowohl Saṃnyāsa (Entsagung) von Handlungen als auch Karma-yoga führen zur Niḥśreyasa (höchsten Glückseligkeit). Doch von beiden ist Karma-yoga dem Karma-saṃnyāsa (Entsagung von Handlungen) überlegen.5.3Als ein Nitya-saṃnyāsī (ewig Entsagender) soll derjenige erkannt werden, der weder hasst noch begehrt. Denn, o Mahabaho (Mächtiger), der von den Dvandvas (Dualitäten) Befreite wird leicht von der Bandha (Bindung) erlöst.5.4Die Bālāḥ (Kinder), nicht die Paṇḍitāḥ (Weisen), sprechen von Sāṅkhya (Wissen) und Yoga (Handlung) als getrennt. Wer sich auch nur auf eines richtig einlässt, erlangt die Frucht beider.5.5Der Sthāna (Zustand), der von den Sāṅkhyas erreicht wird, wird auch von den Yogis erreicht. Wer Sāṅkhya und Yoga als eins betrachtet, der sieht wahrhaftig.5.6Doch, o Mahabaho (Mächtiger), ist Saṃnyāsa (Entsagung) schwer ohne Yoga zu erlangen. Der Yoga-yukta (durch Yoga verbundene) Muni (Weise) erlangt Brahman (das Absolute) ohne Verzug.5.7Wer durch Yoga verbunden ist, dessen Geist rein ist, der seinen Körper beherrscht, seine Sinne besiegt hat, dessen Atman der Atman aller Wesen ist – selbst wenn er handelt, wird er nicht befleckt.5.8Der im Selbst verankerte Kenner der Wahrheit sollte denken: 'Ich tue gewiss nichts', selbst wenn er sieht, hört, berührt, riecht, isst, geht, schläft, atmet,5.9sprechend, loslassend, ergreifend, die Augen öffnend und schließend – in der Überzeugung, dass die Sinne sich in ihren Objekten bewegen.5.10Wer Handlungen Brahman darbringt und Anhaftung aufgibt, der wird nicht von Sünde befleckt, so wie ein Lotusblatt nicht vom Wasser.