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Bhagavad Gita / Kapitel 5 / Vers 18
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Bhagavad Gita 5.18

Englisch
Sanskrit
Hindi
Sanskrit

विद्याविनयसम्पन्ने ब्राह्मणे गवि हस्तिनि | शुनि चैव श्वपाके च पण्डिताः समदर्शिनः

Transliteration

vidyāvinayasampanne brāhmaṇe gavi hastini . śuni caiva śvapāke ca paṇḍitāḥ samadarśinaḥ

Deutsch

Die Weisen (Panditas) blicken mit Gleichmut auf einen Brahmanen, der mit Wissen (Vidya) und Demut (Vinaya) ausgestattet ist, auf eine Kuh, einen Elefanten, ja sogar auf einen Hund und einen Hundefleischesser (Schwapaka).

English

The learned ones look with eanimity on a Brahmana endowed with learning and humality, a cow, an elephant and even a dog as well as an eater of dog's meat.

Erklärung — Deutsch

Der befreite Weise (Jivanmukta) besitzt eine gleichmütige Sicht, da er das Selbst (Atman) überall erblickt. Atman oder Brahman wird von den Upadhis (begrenzenden Anhaftungen) in keiner Weise beeinflusst, da es äußerst subtil, rein, formlos und eigenschaftslos ist. So wie die Sonne unberührt bleibt, ob ihr Spiegelbild auf reinem Wasser oder einem schmutzigen Strom erscheint, so ist auch das Höchste Selbst unberührt von den äußeren Erscheinungen. Der Weise sieht in all diesen Wesen – ob Brahmane, Kuh, Elefant, Hund oder Ausgestoßener – das eine, homogene, unsterbliche Selbst, das von den Gunas und ihren Tendenzen unberührt bleibt.

Erklärung — English

The liberated sage or Jivanmukta or a Brahmana has eal vision as he beholds the Self only everywhere. This magnificent vision of a Jnani is beyond description. Atman or Brahman is not at all affected by the Upadhis or limiting adjuncts as He is extremely subtle? pure? formless and attributeless. The suns reflection falls on the river Ganga? on the ocean or on a dirty stream. The sun is not at all affected in any way. This makes no difference to the sun. So is the case with the Supreme Self. The Upadhis (limiting adjuncts) cannot affect Him. Just as the ether is not affected by the limiting adjuncts? viz.? a pot? the walls of a room? cloud? etc.? so also the Self is not affected by the Upadhis.The Brahmana is Sattvic. The cow is Rajasic. The elephant? the dog and the outcaste are Tamasic. The sge sees in all of them the one homogeneous immortal Self Who is not affected by the three Gunas and their tendencies. (Cf.VI.8?32XIV.24)

Sanskrit
Deutsch
English
विद्याविनयसंपन्ने (vidyāvinayasampanne)
auf jemanden, der mit Wissen (Vidya) und Demut (Vinaya) ausgestattet ist
upon one endowed with learning and humility
ब्राह्मणे (brāhmaṇe)
auf einen Brahmanen
on a Brahmana
गवि (gavi)
auf eine Kuh
on a cow
हस्तिनि (hastini)
auf einen Elefanten
on an elephant
शुनि (śuni)
auf einen Hund
on a dog
च (ca)
und
and
एव (eva)
sogar
even
श्वपाके (śvapāke)
auf einen Hundefleischesser (oder Unberührbaren/Parier)
on an outcaste
च (ca)
und
and
पण्डिताः (paṇḍitāḥ)
die Weisen
sages
समदर्शिनः (samadarśinaḥ)
mit gleichem Blick, die Gleichheit sehen
eal seeing.
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Mehr aus Kapitel 5

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5.1Arjuna sprach: O Krishna, Du lobst die Saṃnyāsa (Entsagung) von Karma (Handlungen) und dann wieder den Yoga. Sage mir gewiss, welches von beiden das Bessere ist.5.2Der Erhabene Herr sprach: Sowohl Saṃnyāsa (Entsagung) von Handlungen als auch Karma-yoga führen zur Niḥśreyasa (höchsten Glückseligkeit). Doch von beiden ist Karma-yoga dem Karma-saṃnyāsa (Entsagung von Handlungen) überlegen.5.3Als ein Nitya-saṃnyāsī (ewig Entsagender) soll derjenige erkannt werden, der weder hasst noch begehrt. Denn, o Mahabaho (Mächtiger), der von den Dvandvas (Dualitäten) Befreite wird leicht von der Bandha (Bindung) erlöst.5.4Die Bālāḥ (Kinder), nicht die Paṇḍitāḥ (Weisen), sprechen von Sāṅkhya (Wissen) und Yoga (Handlung) als getrennt. Wer sich auch nur auf eines richtig einlässt, erlangt die Frucht beider.5.5Der Sthāna (Zustand), der von den Sāṅkhyas erreicht wird, wird auch von den Yogis erreicht. Wer Sāṅkhya und Yoga als eins betrachtet, der sieht wahrhaftig.5.6Doch, o Mahabaho (Mächtiger), ist Saṃnyāsa (Entsagung) schwer ohne Yoga zu erlangen. Der Yoga-yukta (durch Yoga verbundene) Muni (Weise) erlangt Brahman (das Absolute) ohne Verzug.5.7Wer durch Yoga verbunden ist, dessen Geist rein ist, der seinen Körper beherrscht, seine Sinne besiegt hat, dessen Atman der Atman aller Wesen ist – selbst wenn er handelt, wird er nicht befleckt.5.8Der im Selbst verankerte Kenner der Wahrheit sollte denken: 'Ich tue gewiss nichts', selbst wenn er sieht, hört, berührt, riecht, isst, geht, schläft, atmet,5.9sprechend, loslassend, ergreifend, die Augen öffnend und schließend – in der Überzeugung, dass die Sinne sich in ihren Objekten bewegen.5.10Wer Handlungen Brahman darbringt und Anhaftung aufgibt, der wird nicht von Sünde befleckt, so wie ein Lotusblatt nicht vom Wasser.