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Bhagavad Gita / Kapitel 14 / Vers 6
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Bhagavad Gita 14.6

Sanskrit
Hindi
Sanskrit

तत्र सत्त्वं निर्मलत्वात्प्रकाशकमनामयम् | सुखसङ्गेन बध्नाति ज्ञानसङ्गेन चानघ

Transliteration

tatra sattvaṃ nirmalatvātprakāśakamanāmayam . sukhasaṅgena badhnāti jñānasaṅgena cānagha

Deutsch

Unter ihnen ist Sattva, da es rein ist, ein Erleuchter und harmlos. O Sündloser, es bindet durch Anhaftung an Glück und Anhaftung an Wissen.

English

Among them, sattva, being pure, [Nirmala, pure-transparent, i.e., capable of resisting any form of ignorance, and hence as illuminator, i.e.a revealer of Consciousness.] is an illuminator and is harmless. O sinless one, it binds through attachment to happiness and attachment to knowledge.

Erklärung — Deutsch

Sattva ist makellos wie der Kristall. Es legt für einen die Falle des Glücks und des Wissens. Es ist eine goldene Fessel. Ein sattvischer Mensch vergleicht sich mit anderen und freut sich über seine Vortrefflichkeit. Er ist aufgeblasen von seinem Wissen. Sein Herz ist erfüllt von Stolz, wenn er denkt, dass er mehr Komfort oder angenehmere Erfahrungen hat. Er denkt: „Ich bin glücklich, ich bin weise“, und so ist er sozusagen gebunden. Diese Ideen gehören eigentlich zum Feld (Kshetra), werden aber durch Überlagerung auf das Selbst (Atman) übertragen, aufgrund der Kraft der Sattva-Guna. Rajas und Tamas sind Fallstricke auf dem Weg des Wissens. Diese Anhaftung an Glück ist eine Illusion. Dies ist Unwissenheit (Avidya). Ein Attribut des Objekts kann nicht zum Subjekt gehören. Alle Eigenschaften vom Verlangen bis zur Festigkeit (Vgl. XIII.6) gehören zum Feld (Kshetra). Aus Unwissenheit (Avidya) entsteht Nicht-Diskriminierung, und so ist das individuelle Selbst (Jiva) nicht in der Lage, zwischen dem Dauerhaften und dem Vergänglichen, dem Subjekt und dem Objekt zu unterscheiden. Wissen ist ein Attribut des Antahkarana (inneres Instrument, d.h. Geist, Intellekt, Unbewusstes und Ego), aber nicht des Selbst (Atman). Wäre es ein Attribut des Selbst, könnte es keine Anhaftung und Bindung erzeugen. Sattva bindet die Seele durch Anhaftung an Wissen.

Erklärung — English

Sattva is stainless like the crystal. It lays for one the trap of happiness and knowledge. It is a golden fetter. A Sattvic man compares himself with others and rejoices in his excellence. He is puffed up with his knowledge. His heart is filled with pride when he thinks that he,has more comforts or more pleasant experiences. He thinks? I am happy I am wise? and so he is bound as it were. These ideas really belong to the field but they are transferred through superimposition to the Self on account of the force of SattvaGuna.Rajas and Tamas are pitfalls on the path of knowledge.This attachment to happiness is an illusion. This is ignorance. An attribute of the object cannot belong to the subject. All the alities from desire to firmness (Cf.XIII.6) belong to the field. From ignorance? nondiscrimination is born and so the individual self is not able to discriminate between the permanent and the impermanent? the subject and the object.Knowledge is an attribute of the Antahkarana (inner instrument? viz.? mind? intellect? the unconscious and the ego) but not of the Self. It if were an attribute of the Self? it could not produce attachment and bondage. Sattva binds the soul to knowledge through attachment.

Sanskrit
Deutsch
English
तत्र
unter diesen
of these
सत्त्वम्
Reinheit (Sattva)
purity
निर्मलत्वात्
aufgrund seiner Makellosigkeit
from its stainlessness
प्रकाशकम्
erleuchtend
luminous
अनामयम्
harmlos
healthy
सुखसङ्गेन
durch Anhaftung an Glück
by attachment to happiness
बध्नाति
bindet
binds
ज्ञानसङ्गेन
durch Anhaftung an Wissen
by attachment to knowledge
च
und
and
अनग
O Sündloser.
O sinless one.
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Mehr aus Kapitel 14

Alle Verse anzeigen →
14.1Der Gesegnete Herr sprach: Ich werde abermals von der höchsten Erkenntnis sprechen, der besten aller Erkenntnisse, durch deren Verwirklichung alle Weisen (Munis) von hier aus die höchste Vollkommenheit erlangten.14.2Jene, die durch das Zufluchtsuchen zu dieser Erkenntnis Einheit mit Mir erlangen, werden selbst während der Schöpfung nicht geboren, noch leiden sie Schmerz während der Auflösung.14.3Mein Schoß ist das große Brahman (Prakriti). Darin lege Ich den Samen. Daraus, o Spross der Bharata-Dynastie, entsteht die Geburt aller Wesen.14.4O Sohn der Kunti, welche Formen auch immer aus allen Schößen geboren werden, von ihnen ist das große Brahman (Prakriti) der Schoß; Ich bin der Vater, der den Samen legt.14.5O Starkarmiger, die Eigenschaften (Gunas), nämlich Sattva, Rajas und Tamas, die aus der Natur (Prakriti) entstehen, binden das unveränderliche verkörperte Wesen an den Körper.14.7Wisse, O Sohn der Kunti, dass Rajas von der Natur der Leidenschaft ist, geboren aus Verlangen und Anhaftung. Es bindet den Verkörperten durch die Anhaftung an Handlungen.14.8Wisse hingegen, O Nachkomme der Bharata-Dynastie, dass Tamas, das alle verkörperten Wesen täuscht, aus Unwissenheit geboren ist. Es bindet durch Unachtsamkeit, Faulheit und Schlaf.14.9O Nachkomme der Bharata-Dynastie, Sattva bindet an Glück, Rajas an Handlung, während Tamas, das Wissen verhüllend, auch zu Unachtsamkeit führt.14.10O Nachkomme der Bharata-Dynastie, Sattva entsteht, indem es Rajas und Tamas überwindet; Rajas, indem es Sattva und Tamas überwältigt; und Tamas, indem es Sattva und Rajas beherrscht.14.11Wenn die Erleuchtung, die Wissen ist, in diesem Körper durch alle Tore (der Sinne) strahlt, dann sollte man wissen, dass Sattva stark zugenommen hat.