श्रीभगवानुवाच | असंशयं महाबाहो मनो दुर्निग्रहं चलम् | अभ्यासेन तु कौन्तेय वैराग्येण च गृह्यते
śrībhagavānuvāca . asaṃśayaṃ mahābāho mano durnigrahaṃ calam . abhyāsena tu kaunteya vairāgyeṇa ca gṛhyate
Der Erhabene Herr sprach: O Starkarmiger, zweifellos ist der Geist unlenkbar und unruhig. Doch, o Sohn der Kunti, er wird durch Übung (Abhyasa) und Loslösung (Vairagya) beherrscht.
The Blessed Lord said O mighty-armed one, undoubtedly the mind is untractable and restless. But, O son of Kunti, it is brought under control through practice and detachment.
Die beständige oder wiederholte Anstrengung, den wandernden Geist durch ständige Meditation auf das Lakshya (Zentrum, Ideal, Ziel oder Objekt der Meditation) zu festigen, ist Abhyasa oder Übung. Derselbe Gedanke oder dieselbe Vorstellung vom Selbst oder Gott wird ständig wiederholt. Diese ständige Wiederholung zerstört Vikshepa oder das Schwanken des Geistes und der Begierden und macht ihn standhaft und zielgerichtet. Vairagya ist Leidenschaftslosigkeit oder Gleichgültigkeit gegenüber Sinnesobjekten in dieser oder der anderen Welt, hier oder im Jenseits, sichtbar oder unsichtbar, gehört oder ungehört, erreicht durch ständiges Betrachten des Übels in ihnen (Dosha Drishti). Du musst den Geist durch ständiges Nachdenken über das unsterbliche, allglückselige Selbst schulen. Du musst dem Geist die vergängliche Natur der weltlichen Freuden bewusst machen. Du musst dem Geist vorschlagen, seine Freude nicht in den vergänglichen und wechselnden äußeren Objekten zu suchen, sondern im unsterblichen, unveränderlichen Selbst im Inneren. Allmählich wird der Geist von den äußeren Objekten zurückgezogen.
The constant or repeated effort to keep the wandering mind steady by constant meditation on the Lakshya (centre? ideal? goal or object of meditation) is Abhyasa or practice. The same idea or thought of the Self or God is constantly repeated. This constant repetition destroys Vikshepa or the vacillation of the mind and desires? and makes it steady and onepointed.Vairagya is dispassion or indifference to senseobjects in this world or in the other? here or hereafter? seen or unseen? heard or unheard? achieved through constantly looking into the evil in them (DoshaDrishti). You will have to train the mind by constant reflection on the immortal? allblissful Self. You must make the mind realise the transitory nature of the wordly enjoyments. You must suggest to the mind to look for its enjoyment not in the perishable and changing external objects but in the immortal? changeless Self within. Gradually the mind will be withdrawn from the external objects.