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Bhagavad Gita / Kapitel 6 / Vers 34
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Bhagavad Gita 6.34

Englisch
Sanskrit
Hindi
Sanskrit

चञ्चलं हि मनः कृष्ण प्रमाथि बलवद् दृढम् | तस्याहं निग्रहं मन्ये वायोरिव सुदुष्करम्

Transliteration

cañcalaṃ hi manaḥ kṛṣṇa pramāthi balavad dṛḍham . tasyāhaṃ nigrahaṃ manye vāyoriva suduṣkaram

Deutsch

Denn, o Krishna, der Geist ist unbeständig, aufwühlend, stark und hartnäckig. Seine Beherrschung halte ich für ebenso schwierig wie die des Windes.

English

For, O Krsna, the mind is unsteady, turbulent, strong and obstinate. I consider its control to be as greatly difficult as of the wind.

Erklärung — Deutsch

Der Geist wechselt ständig seine Objekte und ist daher immer unruhig. Krishna leitet sich von „Krish“ ab, was „schaben“ bedeutet. Er schabt alle Sünden, Übel und die Ursachen des Übels aus den Herzen Seiner Devotees. Deshalb wird Er Krishna genannt. Der Geist ist nicht nur unruhig, sondern auch aufwühlend oder ungestüm, stark und hartnäckig. Er erzeugt heftige Erregung im Körper und in den Sinnen. Der Geist wird von den Objekten in alle Richtungen gezogen. Er arbeitet stets in Verbindung mit den fünf Sinnen. Er wird von ihnen zu den fünf Arten von Sinnesobjekten hingezogen. Daher ist er immer unruhig. Er genießt die fünf Arten von Sinnesobjekten mit Hilfe dieser Sinne und des Körpers. Daher macht er sie äußeren Einflüssen unterworfen. Es ist noch schwieriger, ihn zu beherrschen als den Wind. Der Geist ist aus Vayutanmatra (dem Wurzelelement Wind) geboren. Das ist der Grund, warum er so unruhig ist wie der Wind.

Erklärung — English

The mind constantly changes its objects and so it is ever restless.Krishna is derived from Krish which means to scrape. He scrapes all the sins? evils? and the causes of evil from the hearts of His devotees. Therefore He is called Krishna.The mind is not only restless but also turbulent or impetuous? strong and obstinate. It produces violent agitation in the body and the senses. The mind is drawn by the objects in all directions. It works always in conjunction with the five senses. It is drawn by them to the five kinds of objects. Therefore it is ever restless. It enjoys the five kinds of sensobjects with the help of these senses and the body. Therefore it makes them subject to external influences. It is even more difficult to control it than to control the wind. The mind is born of Vayutanmatra (wind rootelement). That is the reason why it is as restless as the wind.

Sanskrit
Deutsch
English
चञ्चलम् (cañcalam)
unruhig
restless
हि (hi)
wahrlich
verily
मनः (manaḥ)
der Geist
the mind
कृष्ण (kṛṣṇa)
O Krishna
O Krishna
प्रमाथि (pramāthi)
aufwühlend
turbulent
बलवत् (balavat)
stark
strong
दृढम् (dṛḍham)
unnachgiebig
unyielding
तस्य (tasya)
dessen
of it
अहम् (aham)
ich
I
निग्रहम् (nigraham)
Beherrschung
control
मन्ये (manye)
halte für
think
वायोः (vāyoḥ)
des Windes
of the wind
इव (iva)
wie
as
सुदुष्करम् (suduṣkaram)
schwer zu tun.
difficult to do.
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Mehr aus Kapitel 6

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6.1Der Erhabene Herr sprach: Wer eine pflichtgemäße Handlung ausführt, ohne an den Früchten der Handlung zu haften, der ist ein Sannyasi und ein Yogi; nicht der, der kein Feuer unterhält und tatenlos ist.6.2Was sie als Sannyasa bezeichnen, das wisse als Yoga, oh Pandava. Denn niemand, der nicht die Gedanken (Sankalpa) aufgegeben hat, wird ein Yogi.6.3Für den Weisen, der zum Yoga aufsteigen möchte, wird Karma (Handlung) als Mittel bezeichnet. Für denjenigen, der im Yoga verankert ist, wird Shama (Ruhe, Tatenlosigkeit) als Mittel bezeichnet.6.4Wahrlich, wenn jemand, der alle Gedanken (Sankalpa) aufgegeben hat, weder an Sinnesobjekten noch an Handlungen haftet, dann wird er als im Yoga verankert (Yogarudha) bezeichnet.6.5Man soll sich selbst durch das Selbst erheben; man soll sich nicht selbst herabwürdigen. Denn das Selbst ist wahrlich des Selbstes Freund, und das Selbst ist wahrlich des Selbstes Feind.6.6Für denjenigen, dessen Selbst durch das (höhere) Selbst bezwungen wurde, ist das Selbst der Freund des Selbstes. Doch für den, der sein Selbst nicht bezwungen hat, verhält sich das Selbst selbst feindlich wie ein Feind.6.7Für den, dessen Selbst bezwungen und der friedvoll ist, ist das höchste Selbst (Paramatma) gefestigt; in Kälte und Hitze, Freude und Leid, sowie in Ehre und Unehre.6.8Wer mit Wissen und Erkenntnis (Vijnana) zufrieden ist, unbewegt bleibt, seine Sinne beherrscht, der wird als in sich selbst versunken (Yukta) bezeichnet. Ein solcher Yogi betrachtet einen Erdklumpen, einen Stein und Gold als gleichwertig.6.9Derjenige übertrifft alle, der eine gleiche Sichtweise gegenüber einem Gutherzigen, einem Freund, einem Feind (Ari), einem Neutralen, einem Schlichter, einem Hasser (Dveshya), einem Verwandten, guten Menschen und sogar Sündern hat.6.10Ein Yogi sollte seinen Geist ständig konzentrieren, indem er an einem einsamen Ort verweilt, allein, mit kontrolliertem Geist und Körper, frei von Erwartungen und frei von Besitzstreben.