अर्जुन उवाच | ये शास्त्रविधिमुत्सृज्य यजन्ते श्रद्धयान्विताः | तेषां निष्ठा तु का कृष्ण सत्त्वमाहो रजस्तमः
arjuna uvāca . ye śāstravidhimutsṛjya yajante śraddhayānvitāḥ . teṣāṃ niṣṭhā tu kā kṛṣṇa sattvamāho rajastamaḥ
Arjuna sprach: Aber, o Krishna, was ist die Lage (Niṣṭhā) derer, die die Vorschriften der Schriften (Śāstras) beiseitelegen und dennoch mit Glauben (Śraddhā) verehren? Ist es Sattva, Rajas oder Tamas?
Arjuna said But, ['But' is used to present a standpoint distinct from the earlier ones understand from 16.23-4.-S.] O Krsna, what is the state [i.e., where do the rites undertaken by them end?] of those who, endued with faith, adore [Adore-perform sacrifices, distribute wealth etc. in honour of gods and others.] by ignoring the injunctions of the scriptures? Is it sattva, rajas or tamas?
Dieses Kapitel befasst sich mit den drei Arten von Menschen, die mit drei Arten von Glauben (Śraddhā) ausgestattet sind. Jeder von ihnen folgt einem Pfad gemäß seiner angeborenen Natur – entweder sāttvisch, rājasisch oder tāmasisch. Arjuna sagt zu Krishna: „Es ist sehr schwierig, die Bedeutung der Schriften zu erfassen. Noch schwieriger ist es, einen spirituellen Lehrer zu finden, der die Schriften lehren kann. Die überwiegende Mehrheit der Menschen ist nicht mit einem reinen, subtilen, scharfen und konzentrierten Intellekt ausgestattet. Die Lebensspanne ist kurz. Die Schriften sind endlos. Die Hindernisse auf dem spirituellen Pfad sind zahlreich. Möglichkeiten zum Lernen sind nicht immer verfügbar. Es gibt widersprüchliche Aussagen in den Schriften, die in Einklang gebracht werden müssen. Du hast gesagt, dass Befreiung ohne Kenntnis der Schriften nicht möglich ist. Ein gewöhnlicher Mensch, obwohl er diese Lehre nicht kennt oder ihr nicht folgen kann, übt Nächstenliebe, führt Rituale durch, verehrt den Herrn mit Glauben, versucht, den Spuren von Weisen und Heiligen zu folgen, so wie ein Kind Buchstaben kopiert, die ihm als Vorlage geschrieben wurden, oder wie ein Blinder sich mit Hilfe eines Sehenden seinen Weg bahnt. Welcher Art ist sein Glaube? Wie soll der Zustand eines solchen Menschen beschrieben werden – sāttvisch, rājasisch oder tāmasisch? Was ist das Schicksal der Gläubigen, die keine Kenntnis der Schriften haben?“
This chapter deals with the three kinds of people who are endowed with three kinds of faith. Each of them follows a path in accordance with his inherent nature -- either Sattvic? Rajasic or Tamasic.Arjuna says to Krishna It is very difficult to grasp the meaning of the scriptures. It is still more difficult to get a spiritual preceptor who can teach the scriptures. The vast majority of persons are not endowed with a pure? subtle? sharp and onepointed intellect. The span of life is short. The scriptures are endless. The obstacles on the spiritual path are many. Facilities for learning are not always available.There are conflicting statements in the scriptures which have to be reconciled. Thou hast said that liberation is not possible without a knowledge of the scriptures. An ordinary man? though ignorant of or unable to follow this teaching? does charity? performs rituals? worships the Lord with faith? tries to follow the footsteps of sages and saints just as a child copies letters that have been written out for him as a model? or as a blind man makes hiw way by the aid of another who possesses sight. What faith is his How should the state of such a man be described -- Sattvic? Rajasic or Tamasic What is the fate of the believers who have no knowledge of the scriptures