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Bhagavad Gita / Kapitel 9 / Vers 9
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Bhagavad Gita 9.9

Englisch
Sanskrit
Hindi
Sanskrit

न च मां तानि कर्माणि निबध्नन्ति धनञ्जय | उदासीनवदासीनमसक्तं तेषु कर्मसु

Transliteration

na ca māṃ tāni karmāṇi nibadhnanti dhanañjaya . udāsīnavadāsīnamasaktaṃ teṣu karmasu

Deutsch

O Dhananjaya (Arjuna), diese Handlungen binden Mich nicht, denn Ich verbleibe wie einer, der unbeteiligt und ohne Anhaftung an diesen Taten ist.

English

O Dhananjaya (Arjuna), nor do those actions bind Me, remaining (as I do) like one unconcerned with, and unattached to, those actions.

Erklärung — Deutsch

Dieser Vers erklärt die Freiheit des Herrn von den Auswirkungen Seiner eigenen Schöpfung. Obwohl Er der Ursprung und Erhalter aller Wesen ist, bleibt Er unberührt von den Handlungen der Schöpfung und Auflösung. Dies liegt daran, dass Er ohne Egoismus und ohne Anhaftung an die Früchte der Taten handelt, ähnlich einem unbeteiligten Zeugen. Dies ist ein zentrales Prinzip des Karma-Yoga, das auch für den spirituellen Aspiranten gilt.

Erklärung — English

These acts Creation and dissolution of the universe. I am the only cause of dissolution of the universe. I am the only cause of Nature and its activities and yet? being indifferent to everythin? I do nothing. Nor do I cause anything to be done.I remain as one neutral or indifferent or unconcerned. I have no attachment for the fruits of those actions. Further I have not go the egoistic feeling of agency I do this. I know that the Self is actionless. Therefore the actions involved in creation and dissolution do not bind Me.As in the case of Isvara so in the case of others also the absence of the egoistic feeling of agency and the absense of attachment to the fruits of action is the cause of freedom (from Dharma and Adharma? virtue and evil) The ignorant man who works with egoism and who expects rewards for his action is bound by his own actions like the silkworm in the cocoon.Just as the neutral referee or umpire in a cricket or football match is not affected by the victory or defeat of the parties? so also the Lord is not affected by the creation and destruction of this world as He remains unconcerned or indifferent and as He is a silent and changeless witness. (Cf.IV.14)

Sanskrit
Deutsch
English
न
nicht
not
च
und
and
माम्
Mich
Me
तानि
diese
these
कर्माणि
Handlungen/Taten
acts
निबध्नन्ति
binden
bind
धनञ्जय
O Dhananjaya (Arjuna)
O Dhananjaya
उदासीनवत्
wie einer, der unbeteiligt/gleichgültig ist
like one indifferent
आसीनम्
verbleibend/sitzend
sitting
असक्तम्
ohne Anhaftung
unattached
तेषु
an diesen
in those
कर्मसु
Handlungen/Taten
acts.
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Mehr aus Kapitel 9

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9.1Der Gesegnete Herr sprach: Dir aber, der du nicht zum Nörgeln neigst, werde Ich dieses höchste Geheimnis selbst verkünden, welches Jnana, verbunden mit Vijnana, ist, durch dessen Erkenntnis du vom Übel befreit werden wirst.9.2Dies ist die königliche Wissenschaft (Rajavidya), das königliche Geheimnis (Rajaguhya), der beste Reiniger; direkt erfahrbar, dem Dharma entsprechend, sehr leicht auszuführen und unvergänglich.9.3O Bezwinger der Feinde, Menschen, die diesem Dharma (Wissen des Selbst) keine Beachtung schenken, kehren sicherlich immer wieder, ohne Mich zu erreichen, auf den Pfad der Wiedergeburt zurück, der vom Tod geprägt ist.9.4Dieses ganze Weltall ist von Mir in Meiner unmanifesten Form durchdrungen. Alle Wesen existieren in Mir, doch Ich bin nicht in ihnen enthalten!9.5Auch verweilen die Wesen nicht in Mir. Siehe Meine göttliche Yoga-Kraft! Ich bin der Erhalter und Ursprung der Wesen, doch Mein Selbst ist nicht in den Wesen enthalten.9.6Erkenne also: So wie der gewaltige, überallhin strömende Wind stets im Raum (Akasha) verweilt, so verweilen auch alle Wesen in Mir.9.7O Sohn der Kunti, alle Wesen kehren am Ende eines Kalpa (Weltzyklus) in Meine Prakriti zurück. Und am Beginn eines neuen Kalpa sende Ich sie erneut hervor.9.8Meine eigene Prakriti unter Kontrolle haltend, sende Ich immer wieder diese gesamte Vielzahl von Wesen hervor, die aufgrund des Einflusses ihrer (eigenen) Natur machtlos sind.9.10Unter Meiner Aufsicht bringt die Prakriti das Weltall der beweglichen und unbeweglichen Dinge hervor. Aus diesem Grunde, o Sohn der Kunti, dreht sich die Welt im Kreislauf.9.11Toren missachten Mich, der Ich eine menschliche Gestalt angenommen habe, da sie Meine höchste Natur als den Großen Herrn aller Wesen nicht kennen.