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Bhagavad Gita / Kapitel 2 / Vers 16
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Bhagavad Gita 2.16

Englisch
Sanskrit
Hindi
Sanskrit

नासतो विद्यते भावो नाभावो विद्यते सतः | उभयोरपि दृष्टोऽन्तस्त्वनयोस्तत्त्वदर्शिभिः

Transliteration

nāsato vidyate bhāvo nābhāvo vidyate sataḥ . ubhayorapi dṛṣṭo.antastvanayostattvadarśibhiḥ

Deutsch

Des Unwirklichen gibt es kein Sein; dem Wirklichen gibt es kein Nichtsein. Doch die wahre Natur dieser beiden ist wahrlich von den Sehern der Wahrheit erkannt worden.

English

Of the unreal there is no being; the real has no nonexistence. But the nature of both these, indeed, has been realized by the seers of Truth.

Erklärung — Deutsch

Das unveränderliche, homogene Atman oder Selbst existiert immer. Es ist die einzige feste Realität. Diese phänomenale Welt der Namen und Formen ist ständig im Wandel. Daher ist sie unwirklich. Der Weise oder Jivanmukta ist sich vollkommen bewusst, dass das Selbst immer existiert und dass diese Welt wie eine Fata Morgana ist. Durch sein Jnanachakshus, das Auge der Intuition, erkennt er das Selbst direkt. Diese Welt verschwindet für ihn wie die Schlange im Seil, nachdem erkannt wurde, dass nur das Seil existiert. Er verwirft die Namen und Formen und erfasst die zugrunde liegende Essenz in allen Namen und Formen, nämlich AstiBhatiPriya oder Satchidananda, das absolute Sein-Wissen-Glückseligkeit. Daher ist er ein Tattvadarshi oder ein Kenner der Wahrheit oder der Essenz. Was sich ändert, muss unwirklich sein. Was konstant oder permanent ist, muss wirklich sein.

Erklärung — English

-- The changeless? homogeneous Atman or the Self always exists. It is the only solid Reality. This phenomenal world of names and forms is ever changing. Hence it is unreal. The sage or the Jivanmukta is fully aware that the Self always exists and that this world is like a mirage. Through his Jnanachakshus or the eye of intuition? he directly cognises the Self. This world vanishes for him like the snake in the rope? after it has been seen that only the rope exists. He rejects the names and forms and takes the underlying Essence in all the names and forms? viz.? AstiBhatiPriya or Satchidananda or ExistenceKnowledgeBliss Absolute. Hence he is a Tattvadarshi or a knower of the Truth or the Essence.What is changing must be unreal. What is constant or permanent must be real.

Sanskrit
Deutsch
English
na
nicht
not
asataḥ
des Unwirklichen
of the unreal
vidyate
ist
is
bhāvaḥ
Sein
being
na
nicht
not
abhāvaḥ
Nichtsein
nonbeing
vidyate
ist
is
sataḥ
des Wirklichen
of the real
ubhayoḥ
der beiden
of the two
api
auch
also
dṛṣṭaḥ
gesehen
been) seen
antaḥ
die letzte Wahrheit
the final truth
tu
wahrlich
indeed
anayoḥ
dieser
of these
tattvadarśibhiḥ
von den Kennern der Wahrheit.
by the knowers of the Truth.
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Mehr aus Kapitel 2

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2.1Sanjaya sprach: Zu ihm, der so von Mitleid erfüllt war, dessen Augen von Tränen getrübt und verwirrt waren und der in tiefer Niedergeschlagenheit versank, sprach Madhusudana diese Worte:2.2Der Erhabene Herr sprach: O Arjuna, woher ist dir an diesem kritischen Punkt diese Unreinheit widerfahren, die von Unwissenden gepflegt wird, die nicht zum Himmel führt und Unehre bringt?2.3O Partha, gib dich nicht der Unmännlichkeit hin. Dies geziemt sich nicht für dich. O Bezwinger der Feinde, erhebe dich, indem du die geringfügige Herzensschwäche ablegst.2.4Arjuna sprach: O Madhusūdana, o Vernichter der Feinde, wie kann ich im Kampf mit Pfeilen gegen Bhīṣma und Droṇa kämpfen, die doch verehrungswürdig sind?2.5Es ist besser, in dieser Welt sogar von Almosen zu leben, anstatt die hochgesinnten Lehrer zu töten. Denn töten wir die Lehrer, die nach Reichtum streben, so würden wir hier nur blutbefleckte Genüsse und Wünsche genießen.2.6Wir wissen auch nicht, was für uns besser ist: ob wir siegen oder ob sie uns besiegen. Denn jene Söhne des Dhṛtarāṣṭra, die wir zu töten nicht wünschen, stehen uns hier gegenüber.2.7Von der Schwäche und dem Fehler der Feigheit ist mein Wesen befallen, mein Geist ist verwirrt bezüglich des Dharma. Ich frage Dich: Was auch immer das Beste für mich sein mag, das sage mir bestimmt. Ich bin Dein Schüler, Dir ergeben – belehre mich!2.8Denn ich sehe nichts, was meine Sinne austrocknende Trauer vertreiben könnte, selbst wenn ich auf Erden ein blühendes, unangefochtenes Königreich und sogar die Herrschaft über die Götter erlangen würde.2.9Sañjaya sprach: Nachdem Guḍākeśa, der Feindebezwinger, so zu Hṛṣīkeśa gesprochen hatte, und zu Govinda gesagt hatte: 'Ich werde nicht kämpfen!', wurde er still.2.10O Bhārata, zu ihm, der zwischen den beiden Armeen verzweifelt war, sprach Hṛṣīkeśa, gleichsam lächelnd, diese Worte: