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Bhagavad Gita / Kapitel 12 / Vers 1
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Bhagavad Gita 12.1

Sanskrit
Hindi
Sanskrit

अर्जुन उवाच | एवं सततयुक्ता ये भक्तास्त्वां पर्युपासते | ये चाप्यक्षरमव्यक्तं तेषां के योगवित्तमाः

Transliteration

arjuna uvāca . evaṃ satatayuktā ye bhaktāstvāṃ paryupāsate . ye cāpyakṣaramavyaktaṃ teṣāṃ ke yogavittamāḥ

Deutsch

Arjuna sprach: Jene Bhaktas (Devotees), die, so stets hingegeben, Dich verehren, und jene wiederum, die das Unvergängliche, das Unmanifeste verehren – wer von ihnen ist der beste Kenner des Yoga?

English

Arjuna said Those devotees who, being thus ever dedicated, meditate on You, and those again (who meditate) on the Immutable, the Unmanifested-of them, who are the best experiencers of yoga [(Here) yoga means samadhi, spiritual absorption.] ?

Erklärung — Deutsch

Der zwölfte Diskurs soll beweisen, dass Bhakti Yoga (der Yoga der Hingabe) viel einfacher ist als Jnana Yoga (der Yoga des Wissens). Im Bhakti Yoga etabliert der Bhakta eine enge und liebevolle Beziehung zum Herrn. Er kultiviert langsam eine der fünf Bhavas (Einstellungen) entsprechend seinem Temperament, Geschmack und seiner Fähigkeit. Die fünf Einstellungen sind Santa Bhava (friedliche Anbetung), Dasya Bhava (Diener-Meister-Beziehung), Sakhya Bhava (Freundschaft), Vatsalya Bhava (Eltern-Kind-Beziehung) und Madhurya Bhava (Liebhaber-Geliebte-Beziehung). Der Bhakta nimmt diese Einstellungen gegenüber dem Herrn ein. Die letzte (Madhurya Bhava) ist der Höhepunkt der Hingabe, das Verschmelzen oder die Absorption im Herrn. Der Bhakta verehrt den Herrn, erinnert sich ständig an Ihn (Smarana), singt Seinen Namen (Kirtana), spricht von Seinen Herrlichkeiten, wiederholt Seinen Namen, chantet Sein Mantra (Japa), betet und wirft sich nieder. Er hört Seine Lilas (göttliche Spiele), übt totale, bereitwillige und bedingungslose Selbsthingabe, erlangt Seine Gnade, tritt in Gemeinschaft mit Ihm und wird schließlich in Ihm absorbiert. Der Bhakta beginnt mit der Verehrung von Götterbildern oder Symbolen, führt dann eine innere Verehrung der Form durch und wird schließlich zur höchsten Verehrung des allgegenwärtigen Brahman (Para Puja) geführt. „So“ bezieht sich auf die Aussage im letzten Vers des vorherigen Kapitels. „Avyaktam“ (das Unmanifeste) bedeutet unbegreiflich für die Sinne, alle begrenzenden Attribute transzendierend. Das unmanifeste Brahman ist jenseits aller Begrenzungen. Was für die Sinne sichtbar ist, wird Vyakta (manifest) genannt. Die Herzen der Bhaktas sind ganz auf Dich gerichtet. Sie verehren Dich mit ganzem Herzen und ganzer Seele. Es gibt andere, die das unmanifeste Brahman verehren, das jenseits von Zeit, Raum und Kausalität ist, das attributlos, ewig und undefinierbar ist, das jenseits der Reichweite von Sprache und Geist liegt. Dies sind die weisen Rishis. Von diesen beiden – den Bhaktas und den Wissenden – wer sind die besseren Kenner des Yoga? (Vgl. XI.55)

Erklärung — English

The twelfth discourse goes to prove that Bhakti Yoga or the Yoga of devotion is much easier than Jnana Yoga or the Yoga of knowledge. In Bhakti Yoga the devotee establishes a near and dear relationship with the Lord. He cultivates slowly and one of the five Bhavas (attitudes) according to his temperament? taste and capacity. The five attitudes are the Santa Bhava (the attitutde of peaceful adoration) Dasya Bhava (the attitude of servant towards the master) Sakhya Bhava (the attitude of a friend) Vatsalya Bhava (the attitude of a parent to the child) and Madhurya Bhava (the attitutde of the lover towards the beloved). The devotee adopts these attitudes towards the Lord. The last (Madhurya Bhava) is the culmination of devotion. It is merging or absorption in the Lord.The devotee adores the Lord. He constantly remembers Him (Smarana). He sings His Name (Kirtana). He speaks of His glories. He repeats His Name. He chants His Mantra (Japa). He prays and prostrates himself. He hears His Lilas (divine plays). He does total? ungrudging and unconditional selfsurrender? obtains His grace? hols communion wih? and eventually gets absorbed in Him.The devotee begins by worshipping the idols or the symbols of God. Then he performs internal worship of the Form. Ultimately he is led to the supreme worship of the allpervading Brahman (Para Puja).Thus As declared in the last verse of the previous chapter.Avyaktam The unmanifested? i.e.? incomprehensible to the senses? transcending all limiting adjuncts. The unmanifested Brahman is beyond all limitations. That which is visible to the senses is called Vyakta or manifest.The hearts of the devotees are wholly fixed on Thee. They worship Thee with all their heart and soul.There are others who worship the unmanifested Brahman which is beyond time? space and causation? which is attributeless? which is eternal and indefinable? which is beyond the reach of speech and mind. These are the wise sages.Of these two? the devotees and the men of knowledge -- who are the better knowers of Yoga (Cf.XI.55)

Sanskrit
Deutsch
English
एवम् (evam)
so, auf diese Weise
thus
सततयुक्ताः (satatayuktāḥ)
stets standhaft, immer hingegeben
ever steadfast
ये (ye)
die
who
भक्ताः (bhaktāḥ)
Bhaktas (Devotees)
devotees
त्वाम् (tvām)
Dich
Thee
पर्युपासते (paryupāsate)
verehren
worship
च (ca)
und
who
अपि (api)
auch
and
अक्षरम् (akṣaram)
das Unvergängliche
also
अव्यक्तम् (avyaktam)
das Unmanifeste
the imperishable
तेषाम् (teṣām)
von ihnen
the unmanifested
के (ke)
wer
of them
योगवित्तमाः (yogavittamāḥ)
die besten Kenner des Yoga
who
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Mehr aus Kapitel 12

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12.2Der Erhabene Herr sprach: Jene, die ihr Denken auf Mich richten und Mich mit beständiger Hingabe sowie höchstem Glauben ausgestattet verehren – sie gelten Mir als die vollkommensten Yogis.12.3Jene aber, die das Unvergängliche, das Unbeschreibliche, das Unmanifestierte verehren, das Allgegenwärtige, das Unfassbare, das Unwandelbare, das Unbewegliche, das Ewige.12.4Indem sie alle Sinne vollständig beherrschen und stets gleichmütig sind, erreichen sie, die sich dem Wohlergehen aller Wesen widmen, allein Mich.12.5Für jene, deren Denken am Unmanifestierten haftet, ist der Kampf größer; denn das Ziel, das Unmanifestierte, wird von den Verkörperten nur schwer erreicht.12.6Jene aber, die alle Handlungen Mir weihen und Mich als das Höchste ansehen, und Mich mit ausschließlicher Konzentration meditierend verehren –12.7O Sohn der Pritha (Arjuna), für jene, deren Denken in Mir versunken ist, werde Ich ohne Verzug zum Befreier aus dem Ozean des sterblichen Samsara.12.8Richte dein Denken allein auf Mich; lass deinen Intellekt allein in Mir ruhen. Es besteht kein Zweifel, dass du fortan allein in Mir wohnen wirst.12.9Wenn du jedoch nicht fähig bist, dein Denken beständig auf Mich zu richten, dann, o Dhananjaya, trachte danach, Mich durch den Yoga der Übung zu erlangen.12.10Wenn du selbst zur Übung unfähig bist, sei auf Werke für Mich bedacht. Indem du auch Werke für Mich verrichtest, wirst du Vollkommenheit erlangen.12.11Wenn du selbst dies nicht tun kannst, dann, indem du Zuflucht zu Meinem Yoga genommen hast, entsage danach den Früchten aller Handlungen, indem du selbstbeherrscht wirst.