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Bhagavad Gita / Kapitel 2 / Vers 28
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Bhagavad Gita 2.28

Englisch
Sanskrit
Hindi
Sanskrit

अव्यक्तादीनि भूतानि व्यक्तमध्यानि भारत | अव्यक्तनिधनान्येव तत्र का परिदेवना

Transliteration

avyaktādīni bhūtāni vyaktamadhyāni bhārata . avyaktanidhanānyeva tatra kā paridevanā

Deutsch

O Nachkomme Bharatas, alle Wesen bleiben am Anfang unmanifest; sie werden in der Mitte manifest. Nach dem Tod werden sie gewiss wieder unmanifest. Welche Klage kann es ihretwegen geben?

English

O descendant of Bharata, all beings remain unmanifest in the beginning;; they become manifest in the middle. After death they certainly become unmanifest. What lamentation can there be with regard to them?

Erklärung — Deutsch

Der physische Körper ist eine Kombination der fünf Elemente. Er wird mit den physischen Augen erst gesehen, nachdem die fünf Elemente eine solche Kombination eingegangen sind. Nach dem Tod zerfällt der Körper, und die fünf Elemente kehren zu ihrer Quelle zurück; er kann nicht gesehen werden. Daher kann der Körper nur im mittleren Zustand gesehen werden. Die Beziehung als Sohn, Freund, Lehrer, Vater, Mutter, Ehefrau, Bruder und Schwester entsteht durch den Körper aufgrund von Anhaftung und Moha (Täuschung). So wie Bretter in einem Fluss zusammenkommen und sich trennen, so wie Pilger in einer Herberge zusammenkommen und sich trennen, so vereinigen und trennen sich auch Väter, Mütter, Söhne und Brüder in dieser Welt. Diese Welt ist eine sehr große Herberge. Menschen kommen zusammen und trennen sich. Am Anfang und am Ende gibt es keinen Topf. Selbst wenn man den Topf in der Mitte sieht, sollte man denken und fühlen, dass er illusorisch ist und nicht wirklich existiert. So gibt es auch am Anfang und am Ende keinen Körper. Was am Anfang und am Ende nicht existiert, muss auch in der Mitte illusorisch sein. Man muss denken und fühlen, dass der Körper auch in der Mitte nicht wirklich existiert. Wer so die Natur des Körpers und alle darauf basierenden menschlichen Beziehungen versteht, wird nicht trauern.

Erklärung — English

The physical body is a combination of the five elements. It is seen by the physical eyes only after the five elements have entered into such combination. After death? the body disintegrates and the five elements go back to their source it cannot be seen. Therefore? the body can be seen only in the middle state. The relationship as son? friend? teacher? father? mother? wife? brother and sister is formed through the body on account of attachment and Moha (delusion). Just as planks unite and separate in a river? just as pilgrims unite and separate in a public inn? so also fathers? mothers? sons and brothers unite and separate in this world. This world is a very big public inn. People unite and separate.There is no pot in the beginning and in the end. Even if you see the pot in the middle? you should think and feel that it is illusory and does not really exist. So also there is no body in the beginning and in the end. That which does not exist in the beginning and in the end must be illusory in the middle also. You must think and feel that the body does not really exist in the middle as well.He who thus understands the nature of the body and all human relationships based on it? will not grieve.

Sanskrit
English
अव्यक्तादीनि
unmanifested in the beginning
भूतानि
beings
व्यक्तमध्यानि
manifested in their middle state
भारत
O Bharata
अव्यक्तनिधनानि
unmanifested again in the end
एव
also
तत्र
there
का
what
परिदेवना
grief.
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Mehr aus Kapitel 2

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2.1Sanjaya sprach: Zu ihm, der so von Mitleid erfüllt war, dessen Augen von Tränen getrübt und verwirrt waren und der in tiefer Niedergeschlagenheit versank, sprach Madhusudana diese Worte:2.2Der Erhabene Herr sprach: O Arjuna, woher ist dir an diesem kritischen Punkt diese Unreinheit widerfahren, die von Unwissenden gepflegt wird, die nicht zum Himmel führt und Unehre bringt?2.3O Partha, gib dich nicht der Unmännlichkeit hin. Dies geziemt sich nicht für dich. O Bezwinger der Feinde, erhebe dich, indem du die geringfügige Herzensschwäche ablegst.2.4Arjuna sprach: O Madhusūdana, o Vernichter der Feinde, wie kann ich im Kampf mit Pfeilen gegen Bhīṣma und Droṇa kämpfen, die doch verehrungswürdig sind?2.5Es ist besser, in dieser Welt sogar von Almosen zu leben, anstatt die hochgesinnten Lehrer zu töten. Denn töten wir die Lehrer, die nach Reichtum streben, so würden wir hier nur blutbefleckte Genüsse und Wünsche genießen.2.6Wir wissen auch nicht, was für uns besser ist: ob wir siegen oder ob sie uns besiegen. Denn jene Söhne des Dhṛtarāṣṭra, die wir zu töten nicht wünschen, stehen uns hier gegenüber.2.7Von der Schwäche und dem Fehler der Feigheit ist mein Wesen befallen, mein Geist ist verwirrt bezüglich des Dharma. Ich frage Dich: Was auch immer das Beste für mich sein mag, das sage mir bestimmt. Ich bin Dein Schüler, Dir ergeben – belehre mich!2.8Denn ich sehe nichts, was meine Sinne austrocknende Trauer vertreiben könnte, selbst wenn ich auf Erden ein blühendes, unangefochtenes Königreich und sogar die Herrschaft über die Götter erlangen würde.2.9Sañjaya sprach: Nachdem Guḍākeśa, der Feindebezwinger, so zu Hṛṣīkeśa gesprochen hatte, und zu Govinda gesagt hatte: 'Ich werde nicht kämpfen!', wurde er still.2.10O Bhārata, zu ihm, der zwischen den beiden Armeen verzweifelt war, sprach Hṛṣīkeśa, gleichsam lächelnd, diese Worte: